Videospielhistorikers Wochenrückblick 06.06. – 20.06.

Das Verschwinden der Immersion? – Die neue Kampagne von Age of Empires IV

Immersion, also das Gefühl, direkt in eine fiktive Welt „einzutauchen“, ist ein wichtiger Bestandteil vieler Videospiele. Dies gilt auch für die Age of Empires-Serie, in welcher es üblich war, in den Kampagnen an der Seite historischer oder fiktiver Personen zu erleben. Hierdurch entstand eine ganz persönliche Bindung zu den jeweiligen Charakteren, was die Motivation, eine Kampagne erfolgreich abzuschließen, erheblich erhöhte. Age of Empires IV geht jedoch einen neuen Weg und erzählt die Kampagnen eher als interaktive Dokumentation, in welcher die Spielerin wichtige Punkte von historischen Konflikten nachspielt. Auch hier versucht das Spiel, seine im Spiel dargestellte Geschichte als „authentisch“ darzustellen, was in der Konsequenz verschiedene Vor- und Nachteile bringt (zu diesem Thema findet ihr hier einen Beitrag von mir). Strategie-Experte Maurice Weber von gamestar.de hat sich deshalb mal mit der neuen Kampagne von Age of Empires IV auseinandergesetzt und diskutiert im folgenden Artikel über mögliche Vor- und Nachteile.

Age of Empires 4: Die neue Kampagne ist riskant, aber trotzdem eine gute Idee (gamestar.de)

Arbeitsfeld Public History: Interview mit Nico Nolden

Der Blog des Instituts für Geschichtsdidaktik und Public History der Eberhard Karls Universität Tübingen hat ein spannendes Interview mit AKGWDS-Mitglied Nico Nolden geführt. In diesem Interview spricht Nico Nolden darüber, warum es heutzutage wichtig ist, historische Videospiele eben nicht nur als „einfache Videospiele“, sondern als Teil unserer Geschichtskultur zu sehen. Dabei geht er auch auf die Bedeutung von historischen Videospielen im geschichtsdidaktischen Kontext ein und erläutert den Mehrwert solcher Spiele für den didaktischen Einsatz. Das ganze Interview findet ihr unter dem folgenden Link.

Interview mit Nico Nolden

Die NS-Zeit in digitalen Spielen: Erinnern mit Games

Am kommenden Donnerstag findet eine von der Stiftung digitale Spielekultur organisierte Fachkonferenz zum Thema „NS-Zeit in digitalen Spielen“ statt. Anhand von verschiedenen Spielen mit Bezug zur NS-Zeit soll darüber diskutiert werden, welchen Beitrag Videospiele für die historisch-politische Bildung leisten können, ohne die Geschehnisse zu trivialisieren. Verschiedene Spiele werden dabei vorgestellt und über diese diskutiert. Diese spannende Veranstaltung ist kostenlos, wer also vorbeischauen möchte, kann sich über den folgenden Link noch bis Montag kostenlos anmelden.

Fachkonferenz: Erinnern mit Games

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