Videospielhistorikers Wochenrückblick (18.07. – 01.08.)

Rätseln im alten Rom: The Forgotten City

Viele bekannte Spiele sind oftmals gar nicht als eigenständiges Spiel geplant gewesen, sondern waren ursprünglich nur Modifikationen für bereits existierende Spiele. Erst, als diese populärer als die eigentlichen Hauptspiele wurden, entwickelten sich viele dieser Mods zu eigenenständigen Spielen weiter, das wohl bekannteste Beispiel ist das MOBA-Genre mit Ablegern wie DotA 2, welches aus verschiedenen Mods für Warcraft, Starcraft etc. entstanden ist. In die gleiche Kategorie fällt auch The Forgotten City, ein Rätsel-Adventure in einer fiktiven römischen Stadt. Ursprünglich eine Mod für The Elder Scrolls: Skyrim gewesen, machte Entwicklerstudio Modern Storyteller daraus ein eigenständiges Spiel, in welchem man aus jener fiktiven römischen Stadt entkommen muss. Wer Interesse an dieser mit reichlich Mystik angereicherten historischen Reise hat, sollte einmal einen Blick in die folgenden Berichte werfen.

Römisches Zeitreise-Mystery-Spiel ‘The Forgotten City’ erscheint heute (www.pixel-magazin.de)

The Forgotten City: Skyrim-Mod als eigenständiges Spiel erschienen (www.pcgameshardware.de)

Widerstand ohne Hoffnung: Warsaw im Test

August 1944: Seit gut 5 Jahren ist Warschau von deutschen Truppen besetzt. Trotz des immer weiteeren Zurückdrängens der deutschen Truppen, halten die Besatzungsmächte weiterhin ein hartes Kommando über Warschau und seine Bevölkerung. Das von Entwicklerstudio Pixelated Milk bereits 2019 veröffentlichte Spiel Warsaw greift dieses Setting auf und versetzt die Spielerin in die Situation, den Widerstand gegen die deutsche Besatzung so gut es geht aufrecht zu erhalten. Auch wenn das unvermeidliche Ende am 02.10.1944 nicht zu verhindern ist. Spielbar.de hat Warsaw nun einem spielerischen und pädagogischen Test unterzogen, in welchem ihr schauen könnt, ob das Spiel etwas für euch ist und ob ihr es in einem pädagogischen Kontext einsetzen könnt. Werft auf jeden Fall mal einen Blick rein!

Spielbeurteilung Warsaw (www.spielbar.de)

Videospiele im Geschichtsunterricht? – Uni-Workshop der Uni Oldenburg

Auch wenn es in den letzten Jahren schon viele Anstrengungen gab, Videospiele im modernen Geschichtsunterricht stärker zu verankern, steht dieses Thema im Vergleich zu anderen Medien (Filme, Bücher etc.) noch in den Kinderschuhen. Daher ist es erfreulich, dass die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sich im Rahmen eines Workshops dieses Themas vertiefter annimmt. Am 19./20. August laden die Historiker Lucas Haasis und Patrick Heike zu einem öffentlichen Workshop ein, an welchem sowohl über das Thema diskutiert als auch konkrete Ideen entwickelt werden sollen. Den genauen Termin inklusive Ablaufplan findet ihr in der folgenden Pressemitteilung der Universität Oldenburg.

Videospiele im Geschichtsunterricht?

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